Globales Lernen im Spanischunterricht
Im Spanischunterricht in allen Jahrgängen stand diese Woche ein Thema im Mittelpunkt, das weit über Grammatik und Vokabeln hinausgeht: Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gegenüber dem Globalen Süden.
Eine Expertin aus Chile vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Lateinamerika e.V. (FDCL) gestaltete Workshops – passgenau abgestimmt auf die jeweiligen Spanischkenntnisse der Lerngruppen.
Jedes Jahr widmen wir uns einem neuen Schwerpunkt. In diesem Jahr ging es um die Avocado: eine Frucht, die in Zentralamerika seit etwa 10.000 Jahren zur menschlichen Ernährung gehört – heute aber weltweit als Exportprodukt stark nachgefragt ist. Gemeinsam haben wir beleuchtet, welche Folgen das steigende Exportvolumen haben kann, insbesondere in Chile: Dort ist das Recht auf Wasser privatisiert, was zu existentiellen Problemen für die lokale Bevölkerung führt.
Ein wichtiger Teil der Workshops war auch der Blick auf zivilgesellschaftlichen Widerstand – etwa die Bewegung MODATIMA, die sich für das Recht auf Wasser einsetzt. Dabei wurde deutlich: Engagement für Menschenrechte und Umwelt kann riskant sein, Aktivistinnen werden teils massiv bedroht.
Wir danken dem FDCL und unserer Referentin herzlich für die fachlich fundierten Workshops. Sie haben nicht nur den Spanischunterricht bereichert, sondern auch wichtige Impulse gegeben, globale Zusammenhänge kritisch zu betrachten und Verantwortung im eigenen Handeln mitzudenken.





